PRISMA 5.0

Übergang in die Eigenständigkeit

PRISMA 5.0 richtet sich an junge Menschen im Alter von 14 bis einschließlich 26 Jahren, die beim Übergang zur eigenständigen Lebensführung Unterstützung benötigen.

Unser Angebot

  • vertrauliche Beratungsgespräche zu allen persönlichen und individuellen Themen
  • angepasste sozialpädagogische Hilfen bei der Entwicklung selbständiger Lebensführung
  • aufsuchende Betreuung und Begleitung über bestimmte Lebens- und Entwicklungsabschnitte
  • Begleitung zu Behörden und Institutionen 
  • Unterstützung beim Übergang in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt

Die Europäische Union fördert zusammen mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) das Projekt PRISMA 5.0 über das Programm "JUGEND STÄRKEN: Brücken in die Eigenständigkeit" in Deutschland.

 

Aktuelles

„Dock 22“: Andocken und neue Perspektiven gewinnen

Wohnungssuche, Ausbildungssuche, „Papierkram“ – der Übergang in ein selbstständiges Leben ist nicht einfach. Gerade wenn dann noch psychische Probleme oder Schulden dazukommen, fühlt man sich schnell wie ein kleines verlorenes Boot auf einem großen Ozean.

Beim „Dock 22“, einer offenen Anlaufstelle der Diakonie Saar in der Bahnhofstraße 22 in Neunkirchen, können junge Erwachsene bis 25 Jahre in dieser Situation „andocken“. Sie können Probleme, Stress oder Druck abladen und mit neuen Perspektiven den Hafen verlassen. Das kann vieles sein: Neue Ideen, wie sie ihren Tag verbringen, eine fertige Bewerbung, ein Praktikum, ein Ausbildungsplatz oder vieles mehr.

„Finanzielle Armut und weitere, psychosoziale Belastungsfaktoren in der Familie und im Lebensumfeld, niedrige oder fehlende Bildungsabschlüsse und ein auf diese Lebenssituation angepasstes, aber begrenztes habituelles Wissen erschweren Übergangswege,“ sagte Anne Fennel, Geschäftsführerin der Diakonie Saar bei der offiziellen Eröffnung. „Doch gerade ein gelingender Übergang von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt ist für das weitere Leben von immenser Bedeutung.“

Das betonte auch Katja Sauerbrey, Geschäftsführerin des Jobcenters Neunkirchen: „Während der Coronapandemie sind einige Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf verloren gegangen. Mit dem Projekt erhoffen wir, diese wieder zu erreichen. Die Diakonie hat hier viel Erfahrung und so haben wir großes Vertrauen in die Umsetzung von Dock 22.“

In der Einrichtung stehen den jungen Menschen die Mitarbeitenden bei vielfältigsten Fragen zur Verfügung und unterstützen bei Anliegen, bei denen Hilfe gebraucht wird. Dabei hilft auch die Vernetzung mit anderen Angeboten im Landkreis. Der Fokus der Hilfen ist die (Re-)Integration in das bestehende Hilfesystem bzw. in das (Aus-)Bildungssystem. Ziel ist, dass die jungen Menschen ihre individuellen Problemlagen verbessern und sich stabilisieren.

„Uns ist wichtig, dass sich die jungen Frauen und Männer bei uns wohlfühlen. Dafür gibt es neben einem täglichen kostenlosen Frühstück einen Kicker- und Billardtisch sowie einen Smart-TV mit Sofaecke und einer Couch zum Entspannen oder Reden“, betonte Jutta Kraß, stellvertretende Abteilungsleiterin Berufliche Integration. Wöchentliche erlebnis- und freizeitpädagogische Angebote, Bewerbertrainings sowie berufsorientierte Ausflüge ergänzen das Angebot. Zudem begleiten die Mitarbeitenden auch zu Behörden oder Institutionen.

Landrat Sören Meng sagte bei der Eröffnung: „Chancen im Leben sollten nicht vererbt sein. Wir wollen nicht, dass junge Erwachsene abgehängt werden oder verloren gehen. Daher setzen wir viel Hoffnung in dieses gemeinsame Projekt der Diakonie und des Jobcenters im Landkreis Neunkirchen.“

Das „Dock 22“ ist montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr geöffnet.

Das Projekt wird finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes, das Jobcenter im Landkreis Neunkirchen und den ALO Fonds der evangelischen Kirche.

Kontakt

PRISMA 5.0

Bleichstraße 21 -23
66111 Saarbrücken