Start des Nahgrünquartiers in Völklingen

Mitte September hat die Diakonie Saar im Perspektivquartier Völklingen das neue Projekt „Nahgrünquartier: Begegnung im Grünen“ gestartet. Dadurch wird das bestehende Nordbeet als gemeinschaftlich Grünfläche reaktiviert. Das Sozialministerium fördert das Projekt zu knapp 90% mit 35.000 €.

Winfried Blum, Projektkoordinator (links); Filippo De Masi, Quartiershausmeister (rechts)

Sozialminister Magnus Jung betont zum Projektstart: „Ich freue mich, dass wir im Rahmen der Quartierbezogenen Armutsbekämpfung immer mehr Projekte starten können, die den Menschen vor Ort direkt zu Gute kommen. Mit der Reaktivierung des Nordbeets für die breite Bevölkerung sowie dem Einsatz von Quartiershausmeisterinnen und -hausmeistern werden die Menschen im Quartier näher zusammengebracht. Gleichzeitig entsteht ein Ort für Bildung, Gesundheit und Umweltbewusstsein.“

Die Hausmeister sollen neben der Projektkoordination als verlässliche und alltagsnahe Struktur etabliert werden. Damit stärken sie, neben der Übernahme der Gartenpflege, das soziale Miteinander im Quartier. Die Quartiershausmeisterinnen und -hausmeister wurden bzw. werden aus dem Kreis der Bewohnerschaft des Quartiers gewonnen. Neben ihren Tätigkeiten im Grünen Zentrum können sie so auch selbst als Ansprechpersonen für die Menschen im Quartier wirken und beispielsweise bei der Etablierung von Nachbarschaftshilfen unterstützen.

“Dank der Projektförderung durch das Ministerium können wir den Nachbarschaftsgarten neu beleben, so dass er ein zentraler Ort für Begegnung, Bildung, Gesundheit und Umweltbewusstsein wird“, sagt Silke Schaum, Abteilungsleiterin Soziale Teilhabe bei der Diakonie Saar. „Dabei setzen wir bewusst auf Mitbestimmung und Partizipation: Durch die aktive Beteiligung von Bewohnerinnen und Bewohnern im Garten und im Quartier wollen wir Teilhabe, Zusammenhalt und Verantwortung für das eigene Quartier stärken.“ 

Das Angebot richtet sich primär an die im Stadtteil lebende Bevölkerung, darunter Einzelpersonen, Seniorinnen und Senioren, Familien, Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Menschen in schwierigen Lebenslagen. In der Zusammenarbeit im Quartier sind auch Schulen, Vereine, Seniorennetzwerke, Kirchengemeinden und lokale Akteurinnen und Akteure als Netzwerkpartnerinnen und -partner angedacht, um möglichst viele Menschen zu erreichen und ganzheitliche Strukturen aufzubauen.