Diakonie Saar warnt vor Abbau zentraler sozialer Rechte

Medienberichten zufolge erwägt die Bundesregierung Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe. Unter anderem soll die Nachbetreuung junger Erwachsener aus der Jugendhilfe abgeschafft und der Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende gekürzt werden.

Einige der geplanten Maßnahmen stehen im Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention und der UN-Kinderrechtskonvention.

Nicole Saballus, Abteilungsleiterin Kinder-Jugend-Familie bei der Diakonie Saar:

„Die Diakonie fühlt sich den internationalen Verpflichtungen zu den Rechten von Kindern und anderen vulnerablen Gruppen verpflichtet. Diese zentralen sozialen Rechte sollen nun beschnitten werden. Es geht um Teilhabe und Schutz, es geht um Chancengleichheit und den Abbau von Benachteiligung für Menschen, die zu unserer Gesellschaft gehören. Diese Menschen verlassen sich auf ihre Rechte.

Die Nachbetreuung für junge Erwachsene ist unabdingbar, hier gehören Abbrüche zur Biografie, wirksame Jugendhilfe braucht diese Nachbetreuung. Kürzungen zum Unterhaltsvorschuss treffen in der Regel Alleinerziehende, die häufig zu den unteren Einkommensgruppen gehören.

Die Kürzungen treffen im Ergebnis unsere Kinder, die unsere Zukunft gestalten sollen. Hier steht eine notwendige gesellschaftliche Zukunftsinvestition an und keinesfalls eine Verringerung der Mittel.“