Wie Roboter bei der Inklusion helfen können

Fachtag der Diakonie Saar nimmt inklusives Gemeinwesen in den Blick

Den Menschen als Ganzes sehen und Angebote so offen wie möglich gestalten – das ist der Ansatz der Diakonie Saar bei der Arbeit für die Menschen vor Ort. Wie ein solches inklusives Gemeinwesen konkret aussehen kann, darum ging es vergangene Woche beim dritten Jubiläumsfachtag anlässlich einhundert Jahre Diakonie Saar.

„Jeder Mensch hat eigene Stärken. Bei unserer Gemeinwesenarbeit stellen wir uns die Frage, wie wir uns gemeinsam bewegen können, um Inklusion im Sozialraum zu verwirklichen“, erläutert Abteilungsleiter Stefan Gebhardt. Dabei bezieht sich der Begriff Inklusion nicht ausschließlich auf das Themenfeld Behinderung, sondern meint grundsätzlich den Einbezug aller Menschen in gesellschaftliche Zusammenhänge und die Ermöglichung gleichberechtigter Teilhabe.

Ein Ansatz, den Professor Maximilian Altmeyer von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (htw) Saar beleuchtet, ist der Einsatz von menschenzentrierten Assistenzsystemen. Diese können von der intelligenten Brille, die simultane Sprachübersetzung gewährleistet, bis hin zum humanoiden Roboter reichen. „Mit fortschreitender Technik eröffnen sich neue Möglichkeiten, um Barrieren zwischen Menschen abzubauen. Das fängt schon mit Videotelefonie an: Dadurch können Menschen ins soziale Leben eingebunden werden, die vielleicht nicht mehr mobil sind“, so Altmeyer.

„Der Sozialraum ist der nächste und einfachste Zugang zu den Bürgerinnen und Bürgern. Hier kann ein niedrigschwelliger Kontakt zu Angeboten wie Erziehungsberatung gewährleistet werden, ohne neue Barrieren durch lange Wege aufzubauen. Diese Infrastruktur weiter zu verbessern steht für uns im Mittelpunkt“, fasst Sozialminister Dr. Magnus Jung bei einer abschließenden Podiumsdiskussion zusammen.