Festgottesdienst „100 Jahre Diakonie Saar“ - ein vielfältiges Jubiläumsjahr geht zu Ende

100 Jahre Diakonie Saar – ein ganzes Jahr lang wurde Jubiläum gefeiert und „Danke“ gesagt. Den Abschluss bildete ein Festgottesdienst in der Saarbrücker Ludwigskirche.

Was vor einem Jahr mit einem Mitarbeitendenfestival begann, wurde mit zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen fortgeführt. Ob spannende Fachtage oder „Diner en bleu“ mitten in der Stadt, im ganzen Saarland wurde die diakonische Arbeit sicht- und erlebbar.

Diese fand ihren Anfang im August 1925, als sich aus ersten diakonischen Ansätzen im Jahr 1922 heraus evangelische Kirchengemeinden im Saarland zusammenschlossen, um soziale Verantwortung gemeinsam zu tragen. Daraus entstand der „Evangelische Dienst für die Saargemeinden“ – der Ursprung des heutigen Diakonischen Werks an der Saar. Dieses umfasst heute über 140 soziale Einrichtungen und Dienste.

Beim Festgottesdienst unter dem Motto „Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit“ konnten gestern rund 150 Gäste aus Kirche, Diakonie, Politik und Gesellschaft begrüßt werden. Im abwechslungsreichen Programm wurde an bereits Geleistetes erinnert, aber auch hoffnungsvoll in die Zukunft geblickt.

Geschäftsführer und Diakoniepfarrer Matthias Ewelt: „Unser Antrieb ist ein Gedanke aus dem Gründungsjahr: „Die Not der Menschen im Saarland ist so groß, da kann die evangelische Kirche nicht abseits stehen.“  Dieser Satz ist bis heute Auftrag, Haltung und Mission zugleich. Er erinnert uns daran, warum es die Diakonie gibt: um im Namen der evangelischen Kirche den Menschen mit Nächstenliebe, Respekt, Verlässlichkeit und professioneller sozialer Arbeit zur Seite zu stehen. Das hat die Diakonie Saar über ein Jahrhundert geprägt und wird unsere Arbeit weiterhin tragen.“

Präses Dr. Thorsten Latzel, leitender Geistlicher der Evangelischen Kirche im Rheinland: „‘Denn wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.‘ (2. Kor 3,17) – die Diakonie Saar führt seit nunmehr 100 Jahren vor Augen, was dieses Zitat bedeutet. Die Geschichten Jesu sind durchzogen von Menschen, die notfalls Dächer für Freunde abdecken, die ihren letzten Groschen geben, die nicht still sind, bis ihren Nächsten geholfen wird. Genauso treten die Diakonie Saar und ihre vielen haupt- und ehrenamtlich Aktiven mit Kopf, Herz und Hand für alle ein, die Hilfe brauchen. Gerade der Strukturwandel in der Region machte und macht Flexibilität notwendig. In den diakonischen Einrichtungen an der Saar ist Platz für die, die anderswo durchs Raster fallen, sie sorgen dafür, dass jeder und jede eine Chance und einen Platz im Leben hat.“

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger: „Die Diakonie Saar zeigt seit 100 Jahren, wie wichtig ein starkes soziales Miteinander für unsere Gesellschaft ist. Sie hat Generationen von Saarländerinnen und Saarländern begleitet, unterstützt und ihnen in schwierigen Lebenslagen neue Perspektiven eröffnet. Für dieses tatkräftige Engagement danke ich allen Mitarbeitenden und den vielen Unterstützerinnen und Unterstützern von Herzen. Für die Landesregierung ist die Diakonie eine wichtige und verlässliche Partnerin. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam die sozialen Herausforderungen der Zukunft zu gestalten.“

Dr. Magnus Jung, Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit des Saarlandes: „Ich danke der Diakonie Saar für 100 Jahre beeindruckendes Engagement für Menschen in unserem Land und gratuliere zugleich dem Diakonischen Werk an der Saar gGmbH zu 20 Jahren erfolgreicher und verlässlicher sozialer Arbeit. Beide stehen für gelebte Nächstenliebe, für Unterstützung in schwierigen Lebenslagen und für einen starken sozialen Zusammenhalt im Saarland. Ich freue mich sehr über das bisher gemeinsam Erreichte und bin überzeugt, dass wir diesen Weg des Miteinanders auch in Zukunft erfolgreich fortsetzen werden.“

 

Fotogalerie unten auf der Jubiläumsseite